Denkmalbereich in Hilden Walderstraße

Kosten Denkmalanträge etwas oder sind diese kostenfrei?

Zunächst einmal muss unterschieden werden, was für ein Antrag gestellt wird. Hier gibt es vor allem folgende Möglichkeiten:
Veränderungen nach §9
Jegliche Veränderungen sind zu beantragen. Dieser Antrag bei der Unteren Denkmalbehörde ist kostenfrei. Viele Maßnahmen bedürfen jedoch grundsätzliches auch eines Bauantrags (z.B. eine Umnutzung, eine bauliche Erweiterung etc.). Hier muss der Antragsteller nicht zwei Anträge stellen (Bauantrag UND einen

Neobarocke Villa in Mettmann

Denkmalschutz und Denkmalpflege – Wo ist denn da der Unterschied?

Zwei Begriffe, die oftmals durcheinandergewürfelt oder für eins gehalten werden: Denkmalschutz und Denkmalpflege. Aber … es gibt ihn doch, den Unterschied. Direkt im § 1 DschG werden beide Wörter aufgeführt. Die Denkmalpflege bekommt sogar einen eigenen Paragraphen – § 22. Grob beschrieben umfasst die Denkmalpflege die beratende und fördernde Tätigkeit der Denkmalbehörden und all jene Maßnahmen, die der Erhaltung von

denkmalgeschütztes Haus in Hilden

Serie zum DSchG Teil 8: Hart aber fair – die Dos und Don´ts im Denkmalschutz (§§ 27, 28, 30, 33, 41)

Was die Behörden dürfen…
Sowohl die Denkmalbehörde als auch die Denkmalpflegeämter haben das Recht nicht eingefriedete Grundstücke – und nach voriger Benachrichtigung auch eingefriedete Grundstücke und Gebäude und Wohnungen – zu betreten um Aufgaben nach dem DSchG NRW nachzugehen. Ebenso können diese Behörden verlangen, rechtzeitig vor Beginn eines Eingriffs eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen. Betreten von Wohnungen ist ohne Einwilligung des

Denkmalschutz in Düsseldorf

Serie zum DSchG Teil 7: Das liebe Geld – Steuervorteile im Denkmal und Altbau – was kann wie wann abgesetzt werden? (§ 40 u.a.)

Wer ein Denkmal besitzt, übernimmt per Denkmalschutzgesetz automatisch die Pflicht, das Denkmal nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu erhalten. Oftmals ist dies mit Mehrkosten durch denkmalpflegerische Auflagen verbunden. Die entstehenden Mehrkosten werden indirekt durch steuerliche Vorteile gefördert und der Denkmaleigentümer somit ein Stück weit entlastet. Für die Inanspruchnahme von steuerlichen Vorteilen bei der Einkommensteuer muss jedoch eine denkmalpflegerische Erlaubnis vorliegen (siehe Artikel „Jetzt

Finanzielle Hilfsmittel im Denkmalschutz

Serie zum DSchG Teil 6: Ohne Moos nix los – Exkurs zur direkten finanziellen Unterstützung von Denkmälern und Altbausubstanz

Direkte und indirekte Förderung
Wer ein Denkmal besitzt übernimmt per Denkmalschutzgesetz automatisch die Pflicht, das Denkmal nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu erhalten. Oftmals ist dies mit Mehrkosten durch denkmalpflegerische Auflagen verbunden. Die entstehenden Mehrkosten werden – so sehen es die Paragraphen 35 und 36 des Denkmalschutzgesetzes vor – direkt durch öffentlichen Fördermittel im Rahmen der Bundesprogramme, der Landesprogramme zur Stadt- und

Behörden beim Denkmalschutz

Serie zum DSchG Teil 5: Im Behördendschungel

Die Aufgaben der unteren, oberen und obersten Denkmalbehörde sowie der Landschaftsverbände
 
„Der Landschaftsverband ist die Obere Denkmalbehörde.“ „Der Landschaftsverband entscheidet, was gemacht werden darf.“ „Wenn die Entscheidung der unteren Denkmalbehörde für mich negativ ausfällt, dann aktiviere ich Politiker beim Kreis. Diese werden meine Interessen schon durchboxen…“ Aussagen, die einem alltäglich begegnen.
Dass diese Aussagen aber völlig unzutreffend sind und

Denkmalschutzgesetz erklärt

Serie zum DSchG Teil 4: Jetzt darf ich nichts mehr!?

Ablauf von Maßnahmen am Denkmal (§ 9.1 DSchG)
 Jegliche Maßnahmen an einem Denkmal, in der Nähe eines Denkmals und im Denkmalbereich benötigen eine Erlaubnis
Wesentliches Ziel des denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahrens ist es, die maßgeblichen, prägenden Charakteristika, die zur Unterschutzstellung des Baudenkmals geführt haben, zu erhalten. Eingriffe sind dementsprechend auf das Notwendige zu beschränken. Fachgerecht ausgeführte Reparaturen sollten mit bestandsgleichen Materialien und

Denkmalschutz in Hilden

Serie zum DSchG Teil 3: Mehr Pflicht als Kür?

 
Wie ist denn nun mit einem (vorläufig) eingetragenen Denkmal umzugehen? All das sagen in etwa die Paragraphen sieben bis 14 des DSchG NW aus. Dabei ist der Hintergrund aller gesetzlicher Vorschriften immer einer:
Gewährleistung des Schutzes unseres Kulturgutes.
Sofern ein Gebäude etc. (vorläufig) unter Schutz gestellt wird – also als denkmalwürdig eingestuft ist – gilt es als

Denkmalschutzgesetz

Serie zum DSchG Teil 2: Ein Denkmal wird zum Denkmal

 
Wie die Denkmalliste in unterschiedliche Kategorien unterscheidet (Baudenkmäler, ortsfeste Bodendenkmäler und beweglichen Denkmäler sowie Denkmalbereiche) möchte ich im folgenden Text ebenso unterscheiden und den Fokus auf die Eintragung von Baudenkmälern legen, da diese wohl den Meisten von Interesse sind.
Das Denkmalschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen ist zweistufig ausgestaltet: Eintragung gem. § 3 und Erlaubnisverfahren gem. § 9 DSchG sind zu unterscheiden.

denkmalgeschütztes Haus in Hilden

Serie zum DSchG Teil 1: Denkmalschutz – wieso, weshalb, warum?

Denkmäler – unsere Zeitzeugen
Alle Denkmäler, seien es nun

Gebäude oder Gebäudegruppen
Parks, Gärten oder Friedhofsanlagen
tierische oder pflanzliche Überreste (z.B. Knochen) im Boden oder Verfärbungen und Vorformungen des Bodens (= Bodendenkmäler)
Gebäude und Wegeführungen in der Stadt, dem Stadtteil oder –viertel, Siedlungen oder nur Gehöftgruppen oder sonstige baulichen Ensembles (= Denkmalbereiche)
oder bewegliche Gegenstände wie Bilder, Skulpturen,