Dämmen mit Schafwolle

Die bunte Welt der Dämmmaterialien

Dämmen mit SchafwolleIch schimpfe ja oft und gerne über die standardisierten Dämmverfahren. Da ich nicht nur meckern will, sondern auch zum dem Thema etwas Produktives beitragen möchte, habe ich einmal angefangen, diverse Dämmstoffe zu recherchieren. Da ich auf dem Gebiet kein Profi bin, werde ich diese ohne weitere Bewertung vorstellen. Und vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der seine Erfahrungen mit den einzelnen Baustoffen mit uns teilen möchte oder noch weitere verwendbare Materialien kennt. Dann hinterlasse doch deine Meinung und Erfahrung als Kommentar unter diesem Text.

Hier nun meine Auflistung, die ich im unten aufgeführten Buch gefunden habe:

1. Flachs

Nachwachsender Rohstoff; 8% der minderwertigen Kurzfasern werden zur Dämmstoffherstellung genutzt; als Brandschutz mit Borax oder Wasserglas behandelt

2. Hanf

Nachwachsender Rohstoff; zum Brandschutz mit Soda behandelt; Polyester als Stützmaterial

3. Hobelspäne

Sägewerksabfälle; sehr geringer Energieaufwand zur Herstellung; Soda zur Imprägnierung; Zement als Brandschutz

4. Holzfaserdämmung

Ausrechend Ressourcen vorhanden; Restholznutzung; hoher Energieeinsatz bei der Herstellung

5. Holzfaserdämmplatten

Ausrechend Ressourcen vorhanden; Restholznutzung; hoher Energieeinsatz bei der Herstellung

6. Holzwolle-Leichtbauplatten

Ausreichend Ressourcen vorhanden; Restholznutzung

7. Kalzium-Silikatplatte

Ausreichend Ressourcen vorhanden, bzw. Recyclingprodukt

8. Kokosfaser (Rollen oder Matten)

Ausreichend vorhandener, wertvoller Rohstoff; lange Transportwege; Problem von Monokulturen

9. Kork (1. Granulat, 2. Backkork, 3. Korkplatten)

Begrenzt vorhandener, wertvoller Rohstoff; 1. Kork wird nur geschrotet 2. Unter Druck und 300°C aufgeschäumt; hierbei können gesundheitsgefährdende Schwellstoffe entstehen 3. Plattenpressung mit Kunstharz

10. Mineralfaser (Glaswolle, Steinwolle)

Ausreichendes Vorkommen der Rohstoffe; energieintensive Herstellung unter hohen Temperaturen (1.200°C), Entstehung von Stäuben

11. Exandiertes Perlit

Ausreichende Ressourcen vorhanden (Griechenland); eventuell nachträglich mit Kunstharz oder Bitumen imprägniert

12. Polystyrolhartschaumplatten (EPS, XPS)

Begrenztes Vorkommen des Rohstoffes Erdöl; bei der Herstellung gefährliche Benzol- und Styrol-Emissionen; Herstellung energieintensiv

13. Polyurethan Hartschaumplatten

Begrenztes Vorkommen des Rohstoffes Erdöl; ausländische Produkte können noch H-FCKW enthalten; Herstellung sehr energieintensiv

14. Schafwolle

Ausreichend vorhandendes Naturprodukt; eventuell Pestizidrückstände; mit Borax wegen Flammschutz behandeln

15. Schaumglas

Rohstoffe ausreichend vorhanden; Herstellung energieintensiv bei über 1.600°C

16. Zellulosedämmstoff (lose, Platten)

Gute Einsatzmöglichkeit des großen Altpapierbestandes; Imprägnierung mit Borsalzen

Quelle: Denkmalschutz und Klimaschutz – zwei Seiten derselben Medaille?!, Beiträge der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Band 51, Herausgeber: Karin Blessing und Claus-Peter Hutter, Herausgegeben von der Akademie für Natur- und Umweltschutz (Umweltakademie) Baden-Württemberg beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, Aufsatz: Denkmalschutz und Klimaschutz – eine Standortbestimmung aus der Sicht von Klimaschützern (Seite 13-24) von Dr. Martin Kreeb

Das Thema Schimmel gehört ja irgendwie auch zum Thema Dämmung dazu:

Schimmel im Haus, Sanierung, Denkmalschutz

Interview mit dem Schimmeldoktor

 

 

 

 

 

 

Du möchtest einmal den Wandaufbau einer Fachwerkwand sehen? Dann hier lang:

Sanierung eines Fachwerkhauses

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Comments 2

  1. Für den Altbau ist ja immer eine natürliche Variante die beste Lösung. Wenn überhaupt … Eigentlich waren diese Häuser nie zu 100% dicht, was sich in gutem Raumklima usw. bemerkbar macht. Eine Totaldämmung führt ja immer zu Schimmel, weil niemand sooo lüftet, wie es dann nötig wäre. UNd das führt zu Krankheiten. Also Hände weg vom Hartschaum und Plastik. – Übrigens: eine alte Doppelverglasung ist genauso gut wie neue Thermoscheiben. Die Luft zwischen den Glasebnen isoliert zusätzlich.

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