Schloss in Hessen

Spontaner Besuch der historischen Stadt Marburg

Urlaub im Schnee, bei dem das Wetter einfach nicht mitspielt, hat auch seine guten Seiten. Man entdeckt Ecken, die man sonst nicht erkundet hätte.

Was also als romantischer Trip ins Sauerland mit Schlittenfahren und Spaziergängen an einem verschneiten Kahler Asten geplant war, wurde zur zuckersüßen Städtereise. Wenn wir ins Sauerland reisen, übernachten wir immer im Sauerländer Hof in Hallenberg. Hallenberg ist total charmant, ein kleines Dörfchen mit ca. 4.000 Einwohnern und dem offiziellen Titel der Stadt – Ungelogen!

Das Zentrum dieses Städtchens besteht zwar nur aus gefühlten 10 Fachwerkhäusern und einer Kirche, ist aber einfach malerisch.

Fachwerkhaus im Sauerland

Fachwerkhaus in Hallenberg

Da der Schnee fehlte, bekamen wir den Tipp, ins 40 km entfernte Marburg zu fahren. Marburg war zwar ehrlicherweise noch nie auf unserer Städtereise-To-Do-Liste, aber warum nicht einfach einmal von bekannten Pfaden abweichen. Als dann auch noch die Stichworte Schloss und große Kirche im Hotel fielen, saß ich gedanklich eh schon im Auto dort hin.

Wir erkunden Marburg

Marburg ist eine Universitätsstadt mit etwa 80.000 Einwohnern. Bei Ankunft mit dem Auto sah es eben so aus, wie Städte an grauen Dezembertagen, an denen es nie richtig hell wird, eben aussehen. Die Elisabethkirche sahen wir zwar schon von weitem und auch das Landgrafenschloss thronte schön über der Stadt, aber so richtig charmant wirkte das zwischen Straßenbaustellen und grauen Fassaden nicht.

Frühgotische Kirche in Marburg

Elisabethkirche in Marburg

Vom Parkhaus ging es zu erst zu der frühgotischen Elisabethkirche, die eingezingelt von Bauwerken aus dem Mittelalter ist. Eine faszinierende Baustruktur, bei der man sich kurz fragt, ob man mitten in einer Kulisse für einen Mittelalterfilm gelandet ist. Aber nein, das ist alles echt.

mittelalterliche Häuser in Marburg

Platz um Elisabethkirche

mittelalterliche Häuser in Marburg

Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche

Nach dem Besuch der Kirche, überlegten wir kurz, wohin es weiter geht. Wie gesagt, der Besuch der Stadt war komplett spontan und so fehlten Stadtplan und Reiseführer. Wir entschieden uns schräg in eine kleine Gasse zu gehen und hatten damit, ohne es zu wissen, den richtigen Weg eingeschlagen …

Das Zentrum von Marburg verläuft am Hang hoch in Richtung Landgrafenschloss. Es ging durch schmale Gassen, vorbei an alten Fachwerkhäusern, in deren Erdgeschossen sich nette Ladenlokale befinden, über den Rathausplatz, auf dem ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut war, bis zur Spitze des Hügels auf dem das Schloss sitzt.

Von innen war die frühere Fürsten-Residenz zwar nicht zu besichtigen, beeindruckte aber schon von außen und der Weitblick über die Stadt war fantastisch.

Der Tag fand seinen Abschluss auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus. Bei einer Tasse weißen Glühweins wurden ausgiebig die historischen Fassaden bewundert. Jedes Fachwerkhaus zeigte ein anderes Konstruktionsmuster – einige waren bunt, andere ganz klassisch braun-weiß gehalten.

Rathausplatz Marburg

Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus

Also wenn du alte Stadtkerne magst, vielleicht sogar ein Mittelalterfan bist, dann kann ich dir einen Besuch dieser historischen Universitätsstadt nur empfehlen.

Hat dich auch ein Ort schon einmal ganz spontan überzeugt?

Comments 2

  1. Hey. Wie schön Marburg dich ist. Das ist eine kleine Reise wert.

    Ich komme ursprünglich aus Augsburg, der zweitältesten Stadt Deutschlands. Die Altstadt hat etwas für sich und die Fuggerei, das älteste soziale Wohnprojekt der Welt muss man gesehen haben.

    Liebe Grüße, Sternchen

    1. Post
      Author

      Hi, na dann kommt doch direkt das nächste auf meine To-Do-Liste 🙂 Warum ich nicht vorher auch mal Augsburg mit im Blickfeld hatte? Verrückt!

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