Stoffe für Denkmal-Objekte

Messe „Denkmal“ in Leipzig – wir kommen!

 

Vom 10. bis 12. November war dieses Jahr die „denkmal“ in Leipzig. Warum von Donnerstag bis Samstag anstelle von Freitag bis Sonntag ist für mich nicht so wirklich nachvollziehbar. Da es aber nun einmal nach meiner Einschätzung die wichtigste Messe für Denkmalschutz in Deutschland ist, hieß es nicht jammern, sondern Samstag um sechs ins Auto, um wenigstens ab dem Mittag noch einen Messetag mit erleben zu können.

12 Uhr Mittag, das Messegelände in Leipzig wird geentert!

Auf den ersten Blick schien die Halle recht klein, entpuppte sich jedoch als Ansammlung einer Vielzahl von interessanten Firmen, Live-Präsentationen, Fachvorträgen und denkmalschutzbezogenen Institutionen. So ziemlich jedes Themengebiet war vertreten, ebenso einige internationale Aussteller. Für mich hieß das, erst einmal einen Überblick verschaffen, eine Prioritätenliste im Kopf erstellen und dann los rennen …

Also was habe ich mir alles auf der Denkmal Leipzig angesehen?

Messe für Denkmalschutz und Denkmalpflege

Flyer und Broschüren von den verschiedenen Ausstellern

 

Als erstes blieb ich am Stand von Herrn Dr.-Ing. Horn stehen. Es ging um energetisches Sanieren. Immer ein großes Thema! Schnell das Programm für die Vorträge begutachtet, den für mich interessantesten raus gesucht, Uhrzeit notiert und dann sprach mich Herr Dr.-Ing. Horn auch schon an.

Dieser präsentierte hier ein neuartiges Isoliersystem für Häuser, das so genannte „ERIfol-System“. Eine dünne Folie, die angeblich, im Gegensatz zu den normalerweise verwendeten Dämmstoffen, nicht nur die Wärme im Gebäude hält, sondern auch noch wirtschaftlich ist. Hörte sich interessant an! Flyer wurde mitgenommen und nach der Messe erneut Kontakt aufgenommen. Das System werde ich bald detailliert vorstellen.

Ingenieurbüro Dr.-Ing W. Horn

 

Als nächstes erregte der Stand zum thermisch geregelten Warmluft- und Intergasverfahren meine Aufmerksamkeit. Hierbei werden Häuser oder historische Objekte wie Möbel, Bücher etc. durch Erhitzen von Schädlingsbefall befreit. Keine Chemie, 100% Erfolgsgarantie das Versprechen! Die Bilder sahen jedenfalls beeindruckend aus. Also auch hier den Flyer mitgenommen und Kontakt aufgenommen.

IRT Innovative Restaurierung Technik

 

Zur Fenstersanierung stellten direkt mehrere Firmen Ihre Systeme vor. Vor Ort konnte ich mir noch kein wirkliches Bild machen, welches ich präferieren würde. Sowohl moderne 3-Scheiben-Verglasungen in historisch anmutenden Rahmen als auch das System mit einer Vorsatzscheibe oder lediglich dem Austausch der Einfachverglasung zu einer Doppelverglasung im originalen Rahmen fanden ihren Platz.

PaXclassic – Fenster und Türen zur Tradition

Kramp & Kramp -der Altbauspezialist für innen + außen

Dörr HistoGlas – Alles fürs historische Fenster

Holzmanufaktur Rottweil GmbH

 

Wo soll ich bloß beim Thema „Innengestaltung“ anfangen? Wandfarben in allen Schattierungen, aufgereiht in Regenbogen-Farbskalen – okay, sie hatten mich ganz in ihren Bann gezogen, ohne mir was über die genauere Zusammensetzung erzählt haben zu müssen. Glücklicherweise waren die aber auch überzeugend:

Lehmfarben

conlino – Farben aus Lehm

WEM Wandheizung GmbH

Leinölfarben

reine Leinölfarben Sven Krumnow & Katrin Bauer GbR

Kreidefarben

VIA GmbH

 

Ganz hinten in der Ecke der Halle 2 fand sich ein Paradies für Innenraumgestalter. Stoffe soweit das Auge reichte, teils aus feinster Seide. Historische Muster, historische Farben – perfekt zum Aufarbeiten von historischen Möbelstücken, für individuelle Vorhänge oder eine hochwertige Wandgestaltung.

Eschke Seidenmanufaktur

Cammann Gobelin Manufaktur

Stoffe für Denkmal-Objekte

Seidenstoff der Firma Eschke

An dem Stand über Glasgestaltung konnte ich auch nicht vorbei laufen. Die Türen waren aber auch ein Traum:

Atelier für exklusive Glasgestaltung

Glastüre im Jugendstil auf der Denkmal in Leipzig

gestaltete Glastür

Passende Fliesen für seinen Altbau zu finden, ist ja auch immer so ein Thema. Kann aber einfach gelöst werden:

VIA GmbH

 

Die Restauration von Holzobjekten kam genauso vor wie auch verschiedene Stuckateure ihr Handwerk zeigten, Maurer live ihr können präsentierten und so ziemlich alles, was man finden konnte mit Blattgold verziert wurde (rund um die russische Ecke glitzerte es sehr). Hier hab ich aber tatsächlich nur mit einer Firma gesprochen, Schande über mein Haupt:

Mühlenhof-Restaurierungen GmbH

 

Nochmals Schande über mein Haupt beim Thema „Lehmbau“. Da seit 2004 die Fachmesse Lehmbau auch als Teil der Denkmal stattfindet, waren natürlich auch verschiedene Lehmbauspezialisten vor Ort. Als ich gegen Ende des Messetages mich bis zum Lehmbau durch gearbeitet hatte, war meine Aufnahmefähigkeit irgendwie nicht mehr vorhanden und daher ist auch meine Beute zu dem Thema sehr gering ausgefallen.

Kleinfahner Lehmwerk – Lehmbaustoffe Thilo Schneider

Wandheizung aus Lehm:

WEM WANDHEIZUNG GmbH

 

Weitere interessante Stände waren:

Lehrstuhl für Denkmalpflege / Heritage Sciences

Du möchtest etwas mit Denkmalschutz studieren? Den passenden Studiengang findest du bei der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologie.

 

Interessengemeinschaft Bauernhaus

Die Interessengemeinschaft Bauernhaus hatte viel interessante Literatur im Angebot.

 

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Und natürlich habe ich auch den Stand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz besucht.

 

Selbstverständlich waren auch diverse Energieberater vor Ort vertreten, die ich jetzt aber nicht explizit nenne. Erstens haben wir davon genug vor Ort, zweitens finde ich es sehr schwer im Dschungel der Energieberater zu erkennen, welcher Energieberater wirklich gut ist. Sorry liebe Energieberater, eure Branche gehört halt leider auch zu den Branchen, in denen sich viele schwarze Schafe tummeln (und das darf ich als Immobilienmaklerin ruhig sagen, auf uns wird ja auch immer geschimpft).

 

Fazit:

Viele interessante Firmen kennen gelernt – nächstes Jahr wird aber ein Tag mehr eingeplant, damit auch das Kongresszentrum besucht werden kann. Das habe ich nämlich dieses Jahr komplett vernachlässigt.

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