Denkmalbereich in Hilden Walderstraße

Kosten Denkmalanträge etwas oder sind diese kostenfrei?

Zunächst einmal muss unterschieden werden, was für ein Antrag gestellt wird. Hier gibt es vor allem folgende Möglichkeiten:
Veränderungen nach §9
Jegliche Veränderungen sind zu beantragen. Dieser Antrag bei der Unteren Denkmalbehörde ist kostenfrei. Viele Maßnahmen bedürfen jedoch grundsätzliches auch eines Bauantrags (z.B. eine Umnutzung, eine bauliche Erweiterung etc.). Hier muss der Antragsteller nicht zwei Anträge stellen (Bauantrag UND einen

Besichtigung einer sanierten Gründerzeit-Villa in Hilden (Kreis Mettmann)

Tag des offenen Denkmals 2017 – Pläne sind gut, planlos sein aber mein Spezialgebiet

Wie jedes Jahr stöberte ich bereits Tage im Voraus durch die Liste der Veranstalter, checkte, welche Gebäude beim Tag des offenen Denkmals 2017 dabei sein würden und stellte mir mein persönliches Programm zusammen.
Das Polizeipräsidium in Wuppertal mit seiner Drittes-Reich-Geschichte sollte den Start machen, danach war die Führung durch den Denkmalbereich an der Walderstraße in Hilden geplant, um dann den

Neobarocke Villa in Mettmann

Denkmalschutz und Denkmalpflege – Wo ist denn da der Unterschied?

Zwei Begriffe, die oftmals durcheinandergewürfelt oder für eins gehalten werden: Denkmalschutz und Denkmalpflege. Aber … es gibt ihn doch, den Unterschied. Direkt im § 1 DschG werden beide Wörter aufgeführt. Die Denkmalpflege bekommt sogar einen eigenen Paragraphen – § 22. Grob beschrieben umfasst die Denkmalpflege die beratende und fördernde Tätigkeit der Denkmalbehörden und all jene Maßnahmen, die der Erhaltung von

Tag des offenen Denkmals 2016 mit einer Hofanlage am Kehrbesen in Hilden

Tag des offenen Denkmals 2017

Dieses Wochenende ist es wieder soweit. Am 10. September ist Tag des offenen Denkmals. Dieses Jahr zu dem Thema „Macht und Pracht“.
Ich weiß noch genau, wie ich letztes Jahr begeistert mir morgens meinen Freund und meine Kamera einpackte und mir drei tolle Gebäude ansah, die an diesem Tag zugänglich waren. Und so freue ich mich auch bereits auf den

Glashüttensiedlung in Düsseldorf Gerresheim

Die Glashüttensiedlung – erhaltene Industrialisierungsgeschichte in Düsseldorf-Gerresheim

Jeden Morgen durchquere ich auf dem Weg zur Arbeit den Düsseldorfer Stadtteil Gerresheim. Ich reihe mich ein in die Perlenkette aus Autos, die über die Brückenschleife der Bahngleise führt, auf dem Weg hinunter einen Blick auf das alte Glashüttengelände (zu dem ich ein anderes Mal etwas schreiben werde) gewährt bekommt, am historischen und frisch sanierten Bahnhofsgebäude vorbei fährt und in

Titelseite denkmal.journal Ausgabe 2 - 2017

Literatur-Tipp: denkmal.journal – Zeitschrift zum Thema Denkmalschutz

Durch Zufall habe ich vor einigen Wochen eine kleine, aber feine Zeitschrift zum Thema „Denkmalschutz“ entdeckt. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich als erstes den Tipp in einer Facebookgruppe dazu bekam oder zuerst einen Like auf meiner Facebookseite von den Herausgebern des Online-Magazins …  was auch immer es war, es sorgte dafür, dass ich neugierig wurde und mir eine Jahreslizenz

denkmalgeschütztes Haus in Hilden

Serie zum DSchG Teil 8: Hart aber fair – die Dos und Don´ts im Denkmalschutz (§§ 27, 28, 30, 33, 41)

Was die Behörden dürfen…
Sowohl die Denkmalbehörde als auch die Denkmalpflegeämter haben das Recht nicht eingefriedete Grundstücke – und nach voriger Benachrichtigung auch eingefriedete Grundstücke und Gebäude und Wohnungen – zu betreten um Aufgaben nach dem DSchG NRW nachzugehen. Ebenso können diese Behörden verlangen, rechtzeitig vor Beginn eines Eingriffs eine wissenschaftliche Untersuchung durchzuführen. Betreten von Wohnungen ist ohne Einwilligung des

Denkmalschutz in Düsseldorf

Serie zum DSchG Teil 7: Das liebe Geld – Steuervorteile im Denkmal und Altbau – was kann wie wann abgesetzt werden? (§ 40 u.a.)

Wer ein Denkmal besitzt, übernimmt per Denkmalschutzgesetz automatisch die Pflicht, das Denkmal nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu erhalten. Oftmals ist dies mit Mehrkosten durch denkmalpflegerische Auflagen verbunden. Die entstehenden Mehrkosten werden indirekt durch steuerliche Vorteile gefördert und der Denkmaleigentümer somit ein Stück weit entlastet. Für die Inanspruchnahme von steuerlichen Vorteilen bei der Einkommensteuer muss jedoch eine denkmalpflegerische Erlaubnis vorliegen (siehe Artikel „Jetzt

Finanzielle Hilfsmittel im Denkmalschutz

Serie zum DSchG Teil 6: Ohne Moos nix los – Exkurs zur direkten finanziellen Unterstützung von Denkmälern und Altbausubstanz

Direkte und indirekte Förderung
Wer ein Denkmal besitzt übernimmt per Denkmalschutzgesetz automatisch die Pflicht, das Denkmal nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu erhalten. Oftmals ist dies mit Mehrkosten durch denkmalpflegerische Auflagen verbunden. Die entstehenden Mehrkosten werden – so sehen es die Paragraphen 35 und 36 des Denkmalschutzgesetzes vor – direkt durch öffentlichen Fördermittel im Rahmen der Bundesprogramme, der Landesprogramme zur Stadt- und